Schriftenreihe der DBJV - Band 29Wolf Paul (Hrsg.) Im globalen Korruptionsranking der Nationen bewegt sich Deutschland im
Feld der noch am wenigsten von Korruption heimgesuchten Länder, wohingegen
Brasilien der Ländergruppe mit hoher Korruptionsbelastung zuzurechnen
ist. Gleichwohl unterscheiden sich beide Länder wenig, wenn es darum
geht, die verwurzelten Strukturen und dramatischen Entwicklungen von Korruptionskriminalität
zu registrieren und wirksame Kontrollinstrumentarien der Korruptionsprävention
und -bekämpfung zu mobilisieren. Diesseits wie jenseits des Atlantik
gilt die Korruption den interessierten Kreisen als Garant für wirtschaftlichen
Erfolg und politischen Machtzuwachs. Die Wirksamkeit der staatlichen Korruptionsbekämpfung
wird hier wie dort davon abhängen, ob es in Zukunft gelingt, Verhältnisse
zu schaffen , in denen die Korruption sich nicht mehr auszahlt und die
Täter ein hohes Risiko eingehen, entdeckt und bestraft zu werden.
Beiträge: Prof. Dr. Modesto Carvalhosa (São Paulo),
Korruption in Brasilien. RA Prof.Sérgio Sérvulo da Cunha
(Santos), Korruption und Wahlen in Brasilien. Prof. Bruno Wilhelm Speck
(Campinas), Rolle der Rechnungshöfe bei der Korruptionsbekämpfung
in Brasilien . Oberstaaatsanwalt Wolfgang J. Schaupensteiner (Frankfurt),
Korruption in Deutschland. Dr. Kai Ambos (Freiburg), Über die Impunität
(Straflosigkeit). Ministerialrat Dr. Manfred Möhrenschlager, Stand
und Entwicklung der internationalen Rechtsinstrumente zur Bekämpfung
der Korruption. Prof. Dr. Wolf Paul, Korruption in Lateinamerika, mit
Auswahlbibliographie zum deutschen und brasilianischen Schriftum über
Korruption. |
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